• Schmerzzentrum am Kunstmuseum

Neuraltherapie - eine altbewährte Behandlungsmethode bei vielen gesundheitlichen Problemen

Bei vielen gesundheitlichen Einschränkungen kann die klassische Schulmedizin nicht oder nicht zufriedenstellend helfen. Allen voran sind hier chronische Schmerzen und funktionelle Störungen ohne schulmedizinische Erklärung zu nennen.


Hierbei kann es sich um eine gestörte Regulation der in jedem Menschen vorhandenen Selbstheilungskräfte handeln. Ursache ist oft eine Fehlbalance der 2 Hauptakteure des vegetativen Nervensystems, dem `Sympathikus` und dem `Parasympathikus`. Dieses Nervensystem durchzieht wie ein grosses Netz sämtliche Körperstrukturen und kann durch verschiedene Störungen, zum Beispiel Verletzungen mit Narbenbildung, Entzündungen, Durchblutungsverminderung, hormonelle Störungen, psychische Belastungen und Stress irritiert werden und eine Vielzahl von Krankheitssymptomen hervorrufen.


Die Neuraltherapie, eine seit fast 100 Jahren angewandte Methode, kann eine Regulation des gestörten vegetativen Nervensystems herbeiführen und so die vielfältigen Beschwerden lindern.

Hierfür wird das örtliche Betäubungsmittel (Lokalanästhetikum) Procain an erkrankte oder unterschwellig gereizte Körperstrukturen gespritzt. Dadurch werden die Gewebe und die vorhandenen vegetativen Nervenfasern für kurze Zeit betäubt, sodass sich das gestörte System beruhigt und die Regulationsvorgänge auf Zellebene sich normalisieren. Procain wird rasch direkt im Gewebe abgebaut und ist somit für Nieren und Leber komplett unschädlich.


Neuraltherapie am Schmerzzentrum
Neuraltherapie

Beispiele für Anwendungsmöglichkeiten:

Akute und chronische Schmerzerkrankungen (Kopfschmerzen, Migräne, Bewegungsapparat, Neuralgien, Morbus Sudeck, Bauchschmerzen), HNO-Erkrankungen (Schwindel, Tinnitus, Sinusitis, chronische Mandelentzündungen, Heuschnupfen, häufige Erkältungen), gynäkologische und urologische Probleme (Zyklusstörungen, Beckenbodenschmerzen, häufige Blasenentzündungen, Prostatabeschwerden), Augenerkrankungen, Durchblutungsstörungen, Funktionsstörungen der inneren Organe, Narbenentstörung.


Vor allem wenn die schulmedizinischen Abklärungen keine klare Ursache für Beschwerden gefunden haben, können die Probleme durch Störfelder bedingt sein. Hier kann es sich um latente Entzündungen oder Irritationen, auch weit weg von den vorhandenen Beschwerden, handeln (zum Beispiel chronische Kopfschmerzen durch alte Blinddarmnarbe).


Je nach Dauer der Beschwerden sind mehrere Neuraltherapie-Behandlungen notwendig. Neuraltherapie ist sehr gut verträglich und kann auch bei betagten Menschen angewendet werden. Bei schweren Organerkrankungen (zum Beispiel lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen, akute Erkrankungen mit Operationsindikation) darf die Neuraltherapie nicht zum Einsatz kommen.

Bei der Einnahme von Blutverdünnern (Marcoumar, Xarelto, Eliquis, Pradaxa) dürfen nur oberflächliche Procain-Injektionen an der Haut durchgeführt werden.

Die Neuraltherapie ist eine Kassenleistung und wird von der Grundversicherung vergütet.

Frau Dr. Claudia Thüsing ist in Besitz des von der FMH anerkannten Fähigkeitsausweises Neuraltherapie der Schweizerischen Ärztegesellschaft für Neuraltherapie (SANTH) und führt diese Behandlung kompetent und sicher durch.


Mehr Information über die Ärztin Claudia Thüsing hier.


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