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Radiofrequenz-Therapie_Schmerzzentrum Basel

Radiofrequenz-Therapie

Radiofrequenz-Therapie (Stromtherapie)

Die Radiofrequenztherapie ist eine erprobte Behandlung bei chronischen Schmerzen. Sie wird eingesetzt, wenn andere Methoden wie Physiotherapie oder Schmerzmittel keine Besserung bringen. Eine feine Nadelelektrode empfängt dabei Strom und wirkt gezielt am Ort der Schmerzen auf die Nervenfaser. Je nach gewählter Intensität kann der schmerzleitende Nerv entweder für eine gewisse Zeit lahmgelegt oder ganz ausgeschaltet werden. Im Schmerzzentrum am Kunstmuseum stehen Ihnen erfahrene Spezialisten für Behandlung von Schmerzen zur Verfügung. Unsere Ärztin Simone Ludat-Geisseler führt die Radiofrequenztherapie durch.

Was wird bei der Radiofrequenztherapie gemacht?
Wenn Schmerzen im Körper wahrgenommen werden, beruht dies auf Signalen, die von Nervenbahnen ans Gehirn weitergeleitet wurden. Die Radiofrequenztherapie ist ein schonendes Verfahren, das diese Nervenleitung unterbricht. Nach einer lokalen Betäubung führt der behandelnde Arzt eine spitze Elektrode zur gewünschten Stelle. Mit der Computertomografie wird dabei die Lage der Spitze genau überprüft. Hochfrequenter Strom, sogenannter Radiofrequenzstrom, fliesst von einer Platte auf dem Bauch des Patienten direkt zur Spitze der Elektrode hin. Dort wird Wärme erzeugt, die auf das umliegende Gewebe und die Nervenstrukturen wirkt.
 
Es gibt zwei verschiedene Anwendungen von hochfrequentem Strom: 

  • Die gepulste Radiofrequenztherapie

  • Die kontinuierliche Radiofrequenztherapie

 
Beide Methoden werden als minimalinvasiv bezeichnet, da die Verletzungen durch die feine Elektrode äusserst klein sind. Komplikationen, wie das Risiko einer Infektion oder Blutung an der Einstichstelle, sind selten.

Welche Unterschiede gibt es zwischen der gepulsten und der kontinuierlichen Radiofrequenztherapie?
Die Technik ist bei beiden Methoden dieselbe: Hochfrequenter Strom wird zu einer Elektrode geleitet, welche in den Körper eingeführt wurde. Die entstehende Wärme an der Spitze der Elektrode beeinflusst das umliegende Gewebe und den schmerzenden Nerv. Die Temperatur, welche dabei am Zielort entsteht, ist bei den beiden Radiofrequenztherapie-Methoden unterschiedlich hoch. Deshalb ist auch die Wirkung auf den schmerzleitenden Nerv etwas anders. 
 
Gepulste Radiofrequenztherapie (42 °C)
Bei der gepulsten Radiofrequenztherapie (pRF) wird der Stromfluss in kurzen Zeitintervallen von zirka 20 Millisekunden in den Körper geleitet. Durch den pulsierenden Strom entsteht an der Elektrodenspitze eine Temperatur von 42 °Celsius, welche an das umliegende Gewebe weitergeleitet wird. Die Wärme verletzt die Zellen aber nicht, sodass auch keine Narben entstehen. Der Nerv selbst reagiert auf den elektrischen Reiz mit einer Verhaltensänderung: Er gibt die Schmerzimpulse nicht mehr oder nur sehr reduziert weiter und unterbricht somit die Schmerzleitung ans Gehirn. 
 
Mit der gepulsten Radiofrequenztherapie wird der Schmerz sofort oder innerhalb von ein bis zwei Wochen nach der Behandlung gelindert. Die Wirkung hält über mehrere Monate an. Falls die Schmerzen erneut auftreten, kann die Behandlung problemlos wiederholt werden. 
 
Kontinuierliche Radiofrequenztherapie (80 °C)
Bei der kontinuierlichen Radiofrequenztherapie (kRF) wird der Stromfluss nicht laufend unterbrochen, sondern fliesst fortlaufend. Die Elektrodenspitze im Körper erreicht so eine höhere Temperatur von 80 °Celsius. Die schmerzenden Nervenstrukturen werden durch die Hitze zerstört und das Gewebe vernarbt.

Wer kommt für die Radiofrequenztherapie infrage?
Die Radiofrequenztherapie ergänzt die Behandlung bei gereizten Nerven und ist eine Alternative zu bestehenden Therapien. Die Methode ist vor allem bei wiederkehrenden Schmerzen sinnvoll, die zuvor gut auf eine oder mehrere Testinfiltrationen mit Schmerzmitteln angesprochen haben. Die Radiofrequenztherapie wird auch dann empfohlen, wenn wiederholte Kortison-Gaben nicht mehr anschlagen. 
 
Zur Behandlung von chronischen Schmerzen bieten wir im Schmerzzentrum am Kunstmuseum auch folgende Möglichkeiten:

 

Konservative Schmerztherapie:

Medikamentöse Therapie

Physiotherapeutische oder physikalische Schmerztherapie

Psychotherapeutische Schmerztherapie

Klassische Homöopathie und Gemmotherapie (Spagyrik)

Akupunktur

Craniosacraltherapie

Phytotherapie West-TCM

Moxa-Therapie

Schröpfen
 

Interventionelle Schmerztherapie:

Epidurale Nervenwurzelblockaden
TENS (Transkutane elektrische Nervenstimulation)
 

Schmerztherapie in der Gruppe:

Physiotherapie
Bewegungseinheiten
 
Welche Krankheitsbilder sind eine Indikation für die Radiofrequenztherapie?
Folgende Schmerzzustände sprechen besonders gut auf die Radiofrequenztherapie an:

  • Therapieresistente Nacken- und Rückenschmerzen 

    • infolge einer Arthrose der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke)

    • bei Ausstrahlungen in Arme bzw. Beine, die durch Einengung der Nervenaustrittsstellen in der Wirbelsäule entstehen

  • Chronischen Schmerzen 

    • ausgehend von der Bandscheibe 

    • nach einer Gürtelrose (Herpes zoster-Infektion)

    • nach Operationen

    • von peripheren Nerven

  • Gelenkschmerzen

  • Kopfschmerzen, die ihren Ursprung an der Halswirbelsäule haben


Wie lange dauert eine Behandlung mit Radiofrequenz?
Eine Radiofrequenztherapie dauert zwischen 30 Minuten und einer Stunde. Im Vorfeld ist eine genaue Untersuchung und Abklärung notwendig, die bei uns im Schmerzzentrum am Kunstmuseum stattfindet. Der eigentliche Eingriff erfolgt ambulant und die Patienten können nach einer kurzen Überwachungszeit wieder nach Hause gehen. 

Welche Spezialistin führt die Radiofrequenztherapie im Schmerzzentrum am Kunstmuseum durch?
Die Ärztin Simone Ludat-Geisseler ist unsere Spezialistin für Radiofrequenztherapie. Sie verfügt über langjährige praktische Erfahrung und absolvierte mehrere fachspezifische Weiterbildungen im Bereich der interventionellen Schmerztherapie. Gerne berät sie Patienten und Fachkollegen bei Fragen zur Radiofrequenztherapie. 

Wie können Sie sich zu einer Radiofrequenztherapie im Schmerzzentrum am Kunstmuseum anmelden?
Die Anmeldung im Schmerzzentrum am Kunstmuseum läuft idealerweise in Absprache und mit der Überweisung Ihrer Hausärztin oder Ihres Hausarztes ab. Je nach Krankenkassenmodell dürfen Sie sich auch direkt für eine Abklärung an uns wenden. 
 
Unsere Leistungen werden über die Grundversicherung (TARMED) abgerechnet. Bitte erkundigen Sie sich im Voraus bei Ihrer Krankenkasse über die Kostenübernahme oder einen möglichen Selbstbehalt.
 
Gerne können Sie uns bei Fragen oder zur Terminvereinbarung kontaktieren. Wir sind für akute und chronische Schmerzpatienten da!

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